Beschreibung:
Esterbauer Bikeline Radtourenbuch - Serbien, Rumänien, Bulgarien
Donau Radweg Teil 5
Von Belgrad zum Schwarzen
Meer (1 400 km)
Der fünfte Teil unserer Donau-Radweg Reihe beginnt in Belgrad und endet in
Rumänien am Schwarzen Meer. Mit einer Gesamtlänge von 2.845 Kilometern ist die
Donau nach der Wolga (Gesamtlänge 3.534 Kilometer) zweitlängster Fluss bzw.
Strom in Europa. Und der einzige, bei dem die Kilometrierung stromaufwärts
gemessen wird.
Allgemeines zur Radtour
Detaillierte Informationen für Ihre
Reisevorbereitungen, beziehungsweise als Einstimmung auf den Donau-Radweg in
Serbien, Bulgarien und Rumänien erhalten Sie unter www.donau-info.org.
Bei der vor Ihnen
liegenden abenteuerlichen Reise radeln Sie zuerst durch Belgrad, der Hauptstadt
Serbiens, und haben die Möglichkeit die historische Belgrader Festung sowie den
Kalemegdan zu besichtigen. Anschließend wartet einer der größten Höhepunkte
dieser Tour auf Sie - der Donaudurchbruch mit seiner engsten Stelle, dem
darauf folgenden weiten Kessel und dem Eiserne Tor. Die steil aufragenden
Felsen, die der Donau auf diesem Abschnitt Ihren Weg aufzwingen, bilden eine
äußerst imposante Kulisse. Zirka 150 Meter nach der engsten Stelle des
Donaudurchbruches dehnt sich die Donau aus und nimmt das Erscheinungsbild eines
weitläufigen Sees an. Diese Stelle wird der Kessel genannt. Der gewaltiger Damm
bei Sip, der Djerdap 1, auch Eisernes Tor genannt, staut die Donau bis mehr als
140 Kilometer zurück auf. Das gigantische Kraftwerk produziert Strom für
Rumänien und Serbien, riesige Schleusenanlagen ermöglichen Kreuz- und
Frachtschiffe Ihren Weg zum Schwarzen Meer. Der gesamte Bereich um den
Donaudurchbruch wird auch Nationalpark Eisernes Tor (oder auf serbisch
'Nacionalni park Derdap') genannt. Der letzte Abschnitt in Serbien führt Sie
hauptsächlich durch landwirtschaftliches Gebiet und Weinregionen mit zahlreichen
kleinen und ursprünglichen Ortschaften.
Noch immer staunend ob der
einzigartigen Kulisse treffen Sie in Bulgarien ein, das sich mit seiner sanften
Hügellandschaft von einer ganz anderen Seite präsentiert.
Bis an den Horizont
reichende Felder, einsame Dörfer und versteckt liegende Klöster prägen das Bild.
Bulgarien besticht aber nicht nur durch seine wunderschöne und besinnliche
Landschaft, sonder auch durch sein kulturelles Erbe. In den Großstädten mischen
sich östliche und westliche Einflüsse sowie Traditionen und Kulturen. Ein
äußerst sehenswertes Beispiel dafür ist die Stadt Ruse, in der Sie unbedingt
einen längeren Zwischenstopp einplanen sollten. In Rumänien dem weiten, endlos
scheinenden Land, teilen Sie die Straße in erster Linie mit Pferdefuhrwerken,
Gänsen sowie Rinder- und Schafherden. Immer wieder treffen Sie auch auf das
'Fahrende Volk'. Sinti oder Roma mit ihren Planwagen sind hier noch genauso mit
all ihren Habseligkeiten unterwegs wie vor hunderten von Jahren. Nach vielen,
vielen Kilometern erreichen Sie die Grenzstadt Silistra und kurz darauf die
Ortschaft Ion Corvin, wo sich die Hauptroute in zwei Varianten aufteilt.
Entweder Sie nehmen den direkten Weg ans Schwarze Meer und fahren über
Constanta, das Sie mit südländischem Flair begrüßt, nach Tulcea, oder Sie setzen
Ihre Tour an der Donau entlang fort, und gelangen über Galati in die Hafenstadt
Tulcea. In Constanta ist ein kurzer Stopp am Sandstrand, und ein kühlender
Sprung in das so herbeigesehnte Schwarze Meer ein Muss. In Tulcea sollten Sie
einen längeren Aufenthalt einplanen, und mit einem der zahlreichen
Ausflugsschiffe nach Sulina zum Kilometer 0 fahren. Auf der Fahrt durch das
Naturschutzgebiet Donaudelta können Sie die wunderbare und vielfältige Vogelwelt
beobachten und unter Umständen auf die berühmten Pelikane treffen.
An dieser
Stelle sei betont: nicht nur auf Grund der Länge der Radtour ist diese Reise nur
für konditions- und nervenstarke Fahrer geeignet. Viel Verkehr in den
Großstädten, lange einsame Strecken sowie teilweise größere Steigungen müssen
überwunden werden. Durch die Großstädte haben wir versucht für Sie den
einfachsten aber nicht den verkehrsärmsten Weg zu wählen.
Auch die Tatsache,
dass Sie vielleicht das ein oder andere Mal zelten müssen, darf Sie nicht
abschrecken. Vor allem in Rumänien kann sich die Suche nach einer geeigneten
Unterkunft streckenweise schwierig gestalten.
Streckencharakteristik
Länge
Die Gesamtlänge des Donau-Radweges Teil 5 beträgt rund
1.400 Kilometer. Varianten und Ausflüge sind dabei ausgenommen. Der Donau-Radweg
ist Teil der 'Eurovelo-Route 6'.
Wegequalität & Verkehr
Der
Donau-Radweg 5 verläuft größtenteils auf mehr oder weniger gut asphaltierten
Bundes- bzw. Landstraßen, die Sie sich mit unterschiedlichsten
Verkehrsteilnehmern teilen. So ist es zum Beispiel keine Besonderheit, wenn
Ihnen streckenweise mehr Pferdefuhrwerke und freilaufende Tiere als
motorbetriebene Fahrzeuge entgegenkommen. Mit sehr hohem Kfz-Verkehr werden Sie
allerdings in den Einzugsgebieten von größeren Städten, vor allem um Belgrad und
Constanta, konfrontiert. Außerhalb der Großstädte radeln Sie aber immer wieder
über lange Strecken auf ruhigen Landstraßen mit sehr geringem Verkehrsaufkommen
dahin.
Mit starken Steigungen müssen Sie vor allem in Serbien und Rumänien im
Bereich des Donaudurchbruches rechnen. Auch zwischen Calarasi (Rumänien) und
Constanta (Rumänien) gilt es einige Höhenmeter zu überwinden. Der übrige Teil
der rumänischen Strecke verläuft dafür sehr flach. Auf der bulgarischen Seite
der Donau müssen Sie zwar keine größeren Steigungen bewältigen, allerdings führt
Sie die Radtour hier größtenteils durch eine sehr hügelige Landschaft, wodurch
sich ein ständiges Auf und Ab ergibt.
Beschilderung
Die Route
ist, außer im serbischen Abschnitt, nicht beschildert. In Serbien treffen Sie
schon kurz nach der Grenze auf blaue Radwegschilder, die mit der Aufschrift
'Dunavska ruta' und 'Donauradweg' sowie dem 'Eurovelo-Route 6' Kennzeichen
versehen sind. Die Schilder begleiten Sie auf der gesamten Strecke bis zur
bulgarischen, beziehungsweise zur rumänischen, Grenze.
mit
Übernachtungsverzeichnis und Ortsindex
Maßstab: 1:100.000
1. Auflage Sommer 2010 - kartoniert mit Ringheftung (23 x 12
cm) - 200 Seiten